Somport und Huesca

Der Somport-Pass Col du Somport auf 1.640 m Höhe ist einer der ältesten Pyrenäenübergänge zwischen Frankreich und Spanien und wurde schon von Kelten, Karthagern, Römern und Mauren genutzt. Von 1908 – 1915 wurde unter dem Pass ein Eisenbahntunnel gegraben. Die Verbindung wurde erst 1928 eröffnet und 1970 nach einem Unfall wieder eingestellt. Der 8,6 km lange Somport-Strassentunnel wurde 2003 eröffnet und ist nach meinen Recherchen der längste Strassentunnel Spaniens. Er liegt auf ungefähr 1.200 m Höhe und die Strasse zum Tunnel bzw. wieder runter ist recht gut ausgebaut und gut zu befahren. Leider bekommen wir von der durchfahrenen Pyrenäen-Landschaft nicht so viel mit, denn wir haben dichte Wolken und Regen.

Gleich hinter dem Tunnel auf spanischer Seite steuern wir erstmal die nächste Tankstelle an, denn die Sprit-Warnlampe leuchtet schon seit ca 30 km. Einmal volltanken ist in Spanien fast 40 Euro günstiger als in Frankreich, davon kann man schon einmal essen gehen…

Danach geht es runter nach Jaca, das auch noch auf 850 m Höhe liegt. Der Altstadt-nahe Stellplatz ist leider voll. Wir müssen am Stadtrand im Gewerbegebiet bei einem großen Carrefour-Markt übernachten, wie ca 30 andere Wohnmobile auch. Das Feiern der Ankunft in Spanien mit Besuch einer Bar müssen wir noch einen Tag verschieben…

Am Dienstag früh machen wir uns nach einem gepflegten Frühstück auf den Weg nach Huesca. Die Stadt hat ca 55.000 Einwohner und ist damit nach Saragossa die zweitgrößte Stadt der Region Aragonien. Es sind nur 73 km und wir kommen nochmal fast 400 hm weiter runter. Auch die Sonne kommt heraus und es wird wärmer, so ists recht. In Huesca kommen wir auch gerade noch auf dem kostenlosen Womo-Stellplatz unter – 15 Minuten später ist der letzte Platz vergeben. Wir bummeln durch die Stadt, die eine noch angenehme Größe hat. In einer Bar feiern wir jetzt unsere Ankunft in Spanien mit ersten Tapas und finden später noch ein hervorragendes Restaurant für das Mittagessen (merken: „Restaurante HerVi“). Die Stadt gefällt uns ganz gut, ist nicht so überlaufen. Wir schauen uns die Kathedrale aus dem 13. Jh. an und die Klosterkirche San Pedro el Viejo aus dem 12. Jh mit alten Kreuzgang, eine der ältesten und wichtigsten romanischen Kirchen Spaniens. Zwei Könige Aragoniens liegen dort begraben. Und in der Kathedrale besteige ich den Turm und habe einen herrlichen Ausblick auf die Umgebung.


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