Rügen und Ruhe? Geht!

Fischland/Darss und Rügen im Juni/Juli/August? Viel zu voll und sehr teuer! So waren meine Vorbehalte, und die Einschätzung wurde ja auch bei der Radtour nach Zingst vollauf bestätigt. Aber wir wollten Freunde besuchen, die gerade auf Rügen weilten und daher fuhren wir am 24.06. weiter nach Rügen. Nach Möchgut, ganz im Südosten der Insel bei den Zicker Bergen. Die Gegend kannten wir schon von einem früheren Besuch (2008, allerdings im September!) und die Ecke hatte uns damals sehr gut gefallen.

Wolfgang und Petra aus Ashausen stehen mit ihrem Womo in Gager direkt auf der Hafenmole, ein kleiner Ort mit einem kleinen Fischerhafen und direkt bei den Zicker Bergen (schwindelerregende 66 m hoch!).

Zum sehr schönen, aber schattenlosen Strand sind es 3 km. Im kleinen Ort gibt es „Erna’s Cafe“ mit leckerem Kuchen, die Gaststätte „Zum Anker“ mit DDR-Charme und den Imbiss am Campingplatz. Direkt vom Fischer gibt es in der kleinen Bude am Hafen frisch geräucherten Fisch und den „Küstennebel“ dazu hat das kleine „Boddenlädchen“. Gefällt uns hier!

Mit Wolfgang und Petra stossen wir abends auf unser 4jähriges Reise-Jubiläum an (am 24.6.2022 waren wir mit dem Wohnmobil aufgebrochen, siehe voriger Bericht!) und geniessen den Sonnenuntergang in der ersten Reihe.

Am Donnerstag fahren wir mit den Rädern zum Rügen-Markt in Thiessow. Gibt dort spannende handgemachte Sachen und die -laut unserem Hafenmeister- weltbesten Fischbrötchen. Alles hat seinen Preis, inklusive Rügen-Aufschlag, und eh man sich versieht ist das Portemonnaie wieder leer… Die Radrunde führt uns noch nach Klein-Zicker und Groß-Zicker und am Abend gibt es Public Viewing auf einem Schiff, das neben uns an der Hafenmole liegt.

Am Freitag geht es nur 8 km weiter zum Naturcampingplatz Alt Reddevitz. Schön angelegter Platz und chilliger Ort. Wir machen herrliche Radtouren und sitzen abends mit Christiane und Thomas zusammen, die hier ihren Sommer-Standplatz haben. Eine Radtour zur Störtebeker Brennerei und dann zur Spitze der Halbinsel, dem Reddevitzer Höft. Dann eine Radrunde nach Baabe, Göhren und Lobbe. In den Ort ist deutlich mehr los, da tobt das touristische Leben. Am letzten Tag radeln wir noch nach Putbus und zurück. Sehr schöne Strecke, aber lange Regenpause zwischendurch… Ansonsten geniessen wir diese doch angenehm ruhige Ecke und die schöne Landschaft. Die Hitze am Wochenende (Deutschland-Rekord 41,5 Grad, bei uns bis ca 34 Grad) konnten wir im Schatten ganz gut überstehen. Und abends ging es zu „Ahoi Marie“ oder zu „Lütt Matten“ auf einen Drink…

Fazit: die 6 Tage auf Rügen waren sehr entspannend und haben sich gelohnt! Wir haben herrliche ruhigere Ecken gefunden, schöne, weite Strände und tolle Strecken zum Radfahren. Der Campingplatz war zwar die teuerste Campingplatz-Übernachtung, die wir in den 4 Jahren bisher hatten – aber für Rügener Verhältnisse wohl noch recht günstig. Und der Platz war wirklich schön!


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