Für den weiteren Weg auf dem Europäischen Fernwanderweg E6 nach Göttingen verlege ich meine Übernachtungsbasis nach Duderstadt und stelle das Womo auf den Platz am Adenauerring, den wir schon kennen. Blick ins Grüne, viel Vogelgezwitscher – herrlich! Zum Bus-Bahnhof sind es ca 1,5 km durch die Altstadt und von dort aus kann ich alles prima erreichen.
Am Mittwoch setze ich die Wanderung fort von Barbis bis nach Breitenberg. Ich komme wieder an der Rhumequelle vorbei die wir im September 2025 schon besucht hatten. Die Rhumequelle gehört zu den ergiebigsten Karstquellen Mitteleuropas. Mit einer mittleren Quellschüttung von etwa 2500 Litern pro Sekunde liesse sich rein rechnerisch jeder Einwohner Deutschlands täglich mit gut zweieinhalb Liter Wasser versorgen (Quelle: Wikipedia). Beeindruckend, aber von der Bierquelle im Ort, einem geöffneten italienischen Restaurant, habe ich mehr… Das unvergessliche Highlight: zwei spielende junge Füchse auf dem Weg vor mir. Ich konnte ihnen eine Weile unbemerkt zuschauen und sogar ein halbwegs gutes Foto machen…
Link: Bilder von der Rhumequelle und Duderstadt im Bericht von September 2025







schon von Hermann Löns in mehreren Erzählungen erwähnt


Der Europäische Fernwanderweg E6 wurde bereits 1975 in Mariazell in Österreich eingeweiht, ist also schon etwas älter. So sehr viel begangen wird er anscheinend nicht und auch oft nicht mehr gepflegt. Immer wieder stoße ich auf kurze Abschnitte, die überwuchert und kaum noch als Weg zu erkennen sind, wie im Bild links. Auch auf eine vorhandene Beschilderung sollte man sich nicht verlassen. Ich freue mich immer, wenn ich mal einen Hinweis finde, das ich auf dem richtigen Weg bin…
Ich orientiere mich anhand verschiedener Karten aus dem Internet, auf denen der Weg eingezeichnet ist. Ab und zu muss ich vom Weg abweichen, um mal einen Ort zu erreichen, wo man übernachten kann oder wo ein Bus fährt.
Am Donnerstag laufe ich von Breitenberg weiter und erreiche nach 6 km bereits Duderstadt. Etwas stärken, und dann noch weiter bis Nesselröden, damit die letzten Etappen bis Göttingen auch nicht so lang weden. In Nesselröden habe ich dann allerdings nicht so viel Glück mit den Bussen und muss 1,5 Stunden warten. Sind ja Schulferien… Und kein Gasthaus, kein Laden hat geöffnet…






Freitag ist dann wieder ein Regentag und ich nutze es, um mit dem Womo schon mal weiter nach Göttingen zu fahren. Erst noch einkaufen im Spiele-Laden, dann ins Badeparadies Eiswiese, eine meiner liebsten Sauna-Anlagen.
Von Nesselröden bis nach Göttingen sind es noch ca 25 km. Viele machen das in einer Etappe, ich kann mir ruhig zwei dafür gönnen. Am Samstag wandere ich von Nesselröden erst einmal bis nach Groß Lengden, ein Ort, durch den auch ab und zu ein Bus fährt.





da habe ich mich einfach hingesetzt…
Am Sonntag dann die Schluß-Etappe mit „Ziel-Einlauf“ in Göttingen. Leider ist ausgerechnet für den Tag Regen angekündigt, aber ich beibe weitgehend trocken.
Auf halber Strecke komme ich am Biergarten am Krehl vorbei und kann mich stärken. Im Göttinger Stadtwald komme ich noch an einigen besonderen Gebäuden vorbei: das Astrographenhaus, das Spektroheliographenhaus, der Göttinger Sonnenturm und der Bismarckturm. Auf den Bismarckturm steige ich auch noch rauf obwohl man bei den heutigen Wolken nicht so sehr weit schauen kann.







Schliesslich bin ich zurück beim Womo. Die Lücke zwischen Braunschweig und Göttingen habe ich jetzt geschlossen. Von Altenau waren es wieder knapp 87 km in 6 entspannten Wandertagen.

Auf dem E6 geht es für mich jetzt weiter in Bad Sooden-Allendorf Richtung Rhön – aber das ist etwas für nächstes Jahr!
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