Noch einige Erledigungen im Laufe der Woche, und am Freitag, 10.7., komme ich endlich wieder los! Ich fahre wieder nach Altenau in den Harz runter, um dort meine Wanderung auf dem E6 fortzusetzen. Mit einem Zwischenstop in Schapen bei Elke und Holger, komme ich am Samstag in Altenau an und kann am Sonntag los wandern. Das Wetter verspricht sehr schön zu werden, gerade noch an der Grenze zu „zu warm zum wandern“
Am Sonntag wandere ich bei bestem Wetter von Altenau bis nach Sieber. Das einzige Hotel dort ist belegt, aber ich finde ein nettes Zimmer auf AirBnB. Die Wanderung verläuft zum großen Teil in einer Höhe von über 700 hm. Höchster Punkt auf 830 hm, der Anstieg hat es in sich! Laubbäume gibt es dort kaum, aber Fichten, die fast alle abgestorben sind. Man wandert durch weite Totholz-Landschaften, was nicht so aufbauend ist. Die Nationalparkverwaltung arbeitet mit Infoflyern gegen das deprimierende Gefühl an, verweist darauf, das alles im Wandel ist und viel Neues dort entsteht. Mag ja angehen, aber was sie nicht schreiben ist, dass der Wandel sicherlich etliche Generationen dauern wird. Unserer Generation bleibt nur der Spaziergang durch die großen Totholz-Flächen und innerliches bejubeln, wenn mal ein Baumsprößling sich erfolgreich durch das Totholz nach oben gekämpft hat.






Der zweite Wandertag ist angenehmer. Auf der Strecke von Sieber runter nach Barbis bleibt man die ganze Zeit unter 700 hm. Es geht nur auf 650 hm rauf, zum „Großen Knollen“, aber der Anstieg ist sehr anstrengend! Angenehm dabei: es gibt heute mehr Laubbäume, mehr Wald und damit auch mehr Schatten – bei Temperaturen um die 26 Grad kann man das gut gebrauchen!


In Barbis angekommen habe ich den Harz geschafft und mit Bussen komme ich von dort wieder zurück zum Womo in Altenau.
Es bleibt ein zwiespältiges Gefühl: der Harz ist eigentlich sehr schön zum wandern, aber stundenlang umgeben von weiten Totholz-Flächen, das ist nicht so aufbauend. Auch die Busfahrt zurück von Sankt Andreasberg nach Altenau zeigt das Ausmass dieser Totholz-Flächen. In den Randbereichen des Harzes bis zu ca 600 hm ist es nicht so schlimm, dort kann man immernoch sehr schön wandern!
Link: Wald im Wandel zur neuen Wildnis auf Nationalpark-Harz.de

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